Das Caro Magazin hat uns Getestet

Auszug aus dem Caro Magazin:

"Um nicht länger arbeitslos zu sein, gründete der ostdeutsche Bauingenieur Andreas Schulze 1990 gemeinsam mit Partnern die Fliesenzentrum GmbH Erfurt. Ein knappes Vierteljahrhundert später steht das Unternehmen glänzend da. CARO hat die Zentrale in Erfurt besucht – und getestet.

Was im Jahr der Wiedervereinigung als Verlegenheitslösung begann, hat sich zu einer unternehmerischen Erfolgsgeschichte entwickelt. Der Fachhändler hat aktuell fünf Standorte, Arbeitsplätzen für insgesamt 43 Frauen und Männer sowie einer Gesamtausstellungsfläche von knapp 7.000 Quadratmetern. Ihren jüngsten Standort in Jena hat die Fliesenzentrum GmbH Erfurt erst im April 2013 eröffnet, wo sie mit 700 Quadratmetern Ausstellung und 600 Quadratmetern Fachmarkt vertreten ist.

Nach Farben statt nach Herstellern sortiert

Das Besondere daran: "In Jena präsentieren wir unser Fliesenangebot erstmals nach Farben sortiert", freut sich Ulrich Sell, mit dem Andreas Schulze seit 1998 gemeinsam die Geschäfte führt. Hintergrund sei, dass Kunden in aller Regel mit dem Wunsch nach einer bestimmten Farbe zu ihnen kämen. "Der Hersteller ist ihnen im Grunde nicht so wichtig." Die neue Filiale kommt daher wie gerufen, um das Farbkonzept auf Herz und Nieren zu prüfen. Sollte es sich bewähren, ist laut Inhaber nicht ausgeschlossen, dass es auch in Erfurt, Eisenach, Saalfeld und Gotha Schule einmal machen könnte. Bemerkenswert ist neben der Experimentierfreude auch das Warensortiment des thüringischen Unternehmens, das in Erfurt ständig knapp 3.000 Fliesen-, Feinsteinzeug- und Natursteinmuster im Angebot hat. Als Mitglied der Cooperation Team4 besteht zudem Zugriff auf weitere Muster der Partner des Fliesenhändlerverbundes. Der Angebotsschwerpunkt liegt auf deutschen, italienischen und spanischen Lieferanten, deren Ware fast ausschließlich direkt bezogen wird. Darüber hinaus finden sich auch Fliesen und Natursteine aus China, Indien und Brasilien. Parkett und Laminat präsentiert der Fachhändler ebenfalls erstmals versuchsweise in Jena. "Sollten die Kunden das Angebot annehmen, wollen wir mittelfristig alle Filialen mit den kompletten Sortimenten von vier bis fünf ausgewählten Herstellern bestücken", sagt Andreas Schulze.

Fachkundige Beratung

Bleibt noch der abschließende Beratungstest, für den sich Torsten Papesch zur Verfügung stellt. Auf der Suche nach einem neuen Bodenbelag für unsere Außenterrasse zeigt uns der gelernte Fliesenleger sowie Groß- und Außenhandelskaufmann zunächst Polygonalplatten aus Quarzit. Die gelblich-beige Farbgebung gefällt uns gut, doch können wir der Asymmetrie der Steine nicht viel abgewinnen. Der 52-Jährige ist um Alternativen nicht verlegen und lenkt unseren Blick auf ein durchgehend gefärbtes Feinsteinzeug von Del Conda, dessen Schieferoptik uns auf Anhieb zusagt. Wir erfahren, dass sich das Material mit Stelzlagern aus Kunststoff fugenmörtelfrei verlegen lässt und selbst große Temperaturunterschiede von 50 bis 60 Grad Celsius spielend aushält. Nachdem wir die unterschiedlichen Varianten der Fliese in Augenschein genommen haben, fällt unsere Wahl auf einen farbtongleichen beigen Stein der Serie "HNT 10" in 30 x 60 Zentimeter.

Für die in den Garten führende Treppe indes rät unser Berater zu 20 Zentimeter dicken Blockstufen aus einem farblich passenden, cremefarbenen Granitstein. Der Vorteil: Da sie sich im Unterschied zum Feinsteinzeug für den Terrassenboden fest im Fundament verankern lassen, können sie beim Betreten nicht abknicken. Zu guter Letzt gilt es, die Frage nach der Oberflächenbeschaffenheit zu klären.

Torsten Papesch empfiehlt eine geflammte Ausführung, die die Trittsicherheit zusätzlich erhöht. Dank der Mitgliedschaft des Unternehmens im Fliesenhändlerverbund Cooperation Team4 können die Stufen in nur fünf Tagen auf Maß gefertigt werden. Mit einem schriftlichen Angebot und den Adressen von zwei Fliesenlegern treten wir zufrieden die Heimreise an."